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shz.de / Landeszeitung 19.09.2011



Nicht schön, aber wichtig


Handball-Oberliga, Männer: Alt Duvenstedt feiert mit 31:30 gegen St. Pauli den ersten Saisonsieg

alt duvenstedt

Geschafft! Die ersten beiden Punkte der Saison sind unter Dach und Fach. Im Heimspiel gegen den Aufsteiger FC St. Pauli feierten die Oberliga-Handballer des TSV Alt Duvenstedt nach zuvor zwei Niederlagen im dritten Spiel ihren ersten Sieg. 31:30 (19:16) hieß es nach 60 nervenaufreibenden Minuten. Der Fehlstart ist vermieden. Mit 2:4 Punkten sieht die Welt für Trainer Thomas Carstensen „schon wieder viel besser aus. Ich habe vor dem Anpfiff gesagt, dieses Spiel müssen wir gewinnen, egal wie. Schön, dass wir es geschafft haben. Nun können wir den kommenden Aufgaben viel gelassener entgegen blicken.“

Gelassen hätte Carstensen am Samstagabend auch gerne die Schlussphase des Spiels auf der Trainerbank verbracht. Doch den Gefallen taten ihm seine Schützlinge nicht. Nach einer 30:26-Führung vier Minuten vor dem Ende der Partie wähnten sich die Gastgeber schon auf der Siegerstraße. „Doch mit ihrer Harakiri-Deckung haben uns die Hamburger noch einmal aus dem Konzept gebracht. Das war nicht souverän von uns“, kritisierte Carstensen die Spielweise seines Teams, das nun überhastet abschloss und so den Gegner immer wieder in Ballbesitz brachte. Auf zwei Tore (31:29) war der Vorsprung geschmolzen, als Fabian Froese den Deckel auf den Sieg hätte machen können. In aussichtsreicher Wurfposition scheiterte der Rechtsaußen aber am Hamburger Schlussmann Sven Alt. Im Gegenzug ging Froese gegen St. Paulis Goalgetter Johannes Vorst derart ungestüm zu Werke, dass er eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte und sein Team die letzten 55 Sekunden in Unterzahl spielen musste. Die Gäste verkürzten auf 30:31. Doch zu mehr reichte es nicht. Die Alt Duvenstedter spielten die Zeit geschickt herunter und retteten den Sieg ins Ziel. „Das Zittern hätten wir uns ersparen können. Unterm Strich war es aber ein verdienter Sieg für uns. Wir waren einfach besser als St. Pauli“, lautete Carstensens Fazit.

Vor allem der Angriff überzeugte. Bereits zur Pause hatten die Alt Duvenstedter so viele Tore (19) erzielt, wie am vergangenen Wochenende in 60 Minuten. „Allerdings waren wir diesmal in der Deckung nicht ganz so aufmerksam“, kritisierte Carstensen. So verlief die Anfangsphase sehr ausgeglichen. Kein Team konnte sich zunächst absetzen. Mal führte der TSV mit einem Tor (4:3, 6:5), mal der FC St. Pauli (7:6, 10:9). Eine Zeitstrafe gegen die Gäste nutzten die Alt Duvenstedter zum ersten größeren Vorsprung (16:12/26.), der allerdings Mitte der zweiten Hälfte wieder aufgebraucht war. Nach dem 26:26 (52.) durch Falk Brese drohte die Partie sogar zugunsten des Aufsteigers zu kippen. Doch die Gastgeber hielten dagegen. Thomas Höpfner bewies vom Siebenmeterstrich Nervenstärke, traf mit seinem fünften verwandelten Strafwurf zum 27:26 und brachte sein Team wieder auf Kurs. Carstensen: „Das war wichtig, dass wir in dieser Phase nicht in Rückstand geraten sind. Letztlich hat sich alles zum Guten gewendet. Das war vielleicht kein schöner, aber ein ungemein wichtiger Sieg.“

Joachim Hobke

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor (1.- 30.; 47.- 60.), Koch (31. - 47.) - Frahm, Koslowski, Froese (4), Schwarz (6), Eichstädt (3), Fischer (4), Palkus (3), Voß (2), Höpfner (8/5), Schroedter, Hagge (1).

In die Zange genommen: Die Hamburger Jan-Niklas Rode (Nr. 8) und Arne Dohren (re.) versuchen den Alt Duvenstedter Thomas Höpfner am Torwurf zu hindern.

Foto: hobke


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