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Hallenzeitung 05.11.2011



Rückblick: SG WiFt - TSV Alt Duvenstedt 32:33 (18:13)


Ja was war da denn los? Ruben rief es als allererster: Wir gewinnen hier! Das allerdings ca. 10 Sekunden vor Abpfiff der Partie – Ballbesitz für uns. Und es war kein Wifter mehr in Reichweite. Der Einwurf ging dann in Richtung Seitenaus und der Schlusspfiff ertönte. Zwei Zähler in der KSV-Halle zu holen, das ist gar nicht so einfach.

Das wussten wir auch vorher und hatten uns dementsprechend auf den Gegner eingestellt. Im Training wurden einige taktische Vorgaben besprochen: Der Linksaußen – bekannt für seine extrem schnellen und sicheren Tempogegenstöße, wie auch die Wurfsicherheit auch aus schlechten Winkeln – sollte möglichst komplett aus dem Spiel genommen werden. Dann noch mit Verlass auf Nille gegen Lars Bente (übrigens ein guter Einstand!), die Würfe von Simon Plähn parieren – dann ist das in Neumünster machbar.

Tja, Pustekuchen. Von den vorgenommenen Sachen gingen diverse gleich in die Hose. Nille hatte Lars Bente relativ gut im Griff, allerdings brillierte Plähn im Rückraum, Bente gelangen dennoch einige Treffer. Damit nicht genug: vorne klebten viele Bälle im 3er-Block der Wifter.

Die erste Halbzeit war somit eine Lehrstunde, wie man es nicht machen sollte. Allerdings hätte Wift die Partie schon in Halbzeit eins entscheiden können – dem standen allerdings zu viele technische Fehler im weg. Gut für uns!
In der Halbzeitpause dann die Ansprache: Mehr Risiko, umstellen auf 5:1, den schnellen Tristan nach vorne und die Wifter ein wenig ärgern. Wir wussten, dass es schwierig werden würde – daher dann volles Risiko. Und diese Rechnung sollte dann aufgehen. Die Tordifferenz schwand zunehmend – allerdings ist hohes Tempo und Risiko auch mit Fehlern verbunden. So gelang es dem Jürgensen-Team, wieder zwischendrin zwei bis drei Tore Differenz herauszuspielen. Das war allerdings nur von kurzer Dauer. Kurz vor Schluss ging es dann nur noch Pari Pari. Dann die Führung für uns – noch zwei Minuten zu spielen. Eine schnelle zweite Welle bescherte den Wiftern dann noch einen Siebenmeter, mit sehr langer Wisch-Unterbrechung vorab. Snow raus, Freddy rein, auch wenn erstgenannter vorher gut gehalten hatte. Sven Steffen – vorab schon mehrfach erfolgreich vom Punkt gelang nichts besseres, als den Ball übers Tor zu werfen. „Gut rausgeguckt“ wurde hinterher gefeixt.

Der Neumünsteraner Steffen sollte aber noch eine weitere Rolle spielen.
Doch nach dem Siebenmeter kam erst das Team-Timeout von Hensen und die Ansage, den Ball bloß nicht zu verlieren – bitte irgendwo auf die Tribüne werfen oder sonst etwas, was Zeit kostet. Und genau so sollte es nicht kommen. Der Ball ging im Gemenge an die Wifter. Doch es war kein Geringerer als Sven Steffen, der den Ball in Überzahl (der Torwart kam mit ins Feld) per Rückhandpass elegant ins Aus spielte. Der Rest ist Geschichte und nach dem „Wie“ darf man diesmal sogar fragen: Das war echt top. Eine super Mannschaftsleistung, wo alle an einem Strang gezogen haben sichert uns zwei unmöglich geglaubte Punkte in Neumünster!



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