shz.de / Landeszeitung 14.11.2011
29:26 – Alt Duvenstedt triumphiert erneut in Hohn
Oberliga HH/SH der Männer: Carstensen-Team in der Tabelle jetzt Vierter; HSG rutscht ab Rang neun ab
Hohn
Vor anderthalb Jahren, am 5. März 2010, schaffte es der TSV Alt Duvenstedt zum letzten Mal, die HSG Hohn/Elsdorf in einem Ligaspiel zu besiegen. Das Endergebnis war damals 26:29 in der Werner-Kuhrt-Halle zu Hohn. In den darauf folgenden Spielen siegte immer die HSG; bis vor drei Tagen. Am Freitag schaffte es die Mannschaft von Thomas Carstensen, das Kreisderby mal wieder siegreich zu bestreiten. Endergebnis: Erneut 29:26 (14:15) aus Sicht des TSV.
Wie zu erwarten war, ergab sich in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Kampfspiel. Mal führte der TSV, mal die HSG, die mit Jörg Gosch den besten Mann auf dem Feld in ihren Reihen hatte. Achtmal traf der Mittelmann in der ersten Halbzeit und war immer dann nicht zu halten, wenn er sich nach einem Positionswechsel auf Halblinks durchsetzte. „Ihn haben wir gar nicht in den Griff bekommen“, sagte Carstensen, dessen Team mit einem Tor Rückstand in die Kabine gehen musste. „Wir hatten uns gut auf Alt Duvenstedts Rückraumschützen eingestellt, aber zu oft auch nicht konsequent genug gedeckt. Glücklicherweise klappte im Angriff, was wir eingeübt hatten“, freute sich Schmalfeld über das 15:14 zur Pause. Was dann folgte, konnte niemanden wirklich überraschen. Carstensen stellte die Abwehr um und fokussierte sie auf Jörg Gosch. „Damit hatten wir gerechnet und das schon im Training geübt“, erklärte Schmalfeld. So ergaben sich immer wieder Lücken, die Tobias Müller und Malte Asbahr geschickt zur 21:18-Führung (43.) nutzten, während Alt Duvenstedt gleich zwei Konter vergab. Spätestens als Carstensen wieder auf 6:0 umstellte, kam ein Bruch ins Hohner Spiel. „Anstatt die Sachen durchzuspielen und nach außen abzuräumen oder eins gegen eins erfolgreich zu sein, haben wir ohne Vorbereitung versucht, über den Mittelblock zu werfen“, kritisierte Schmalfeld vor allem den vorher so starken Jörg Gosch sowie seinen „Halben“ Ulf Thöming. So glich Alt Duvenstedt auf 21:21 (45.) aus. Doch es blieb spannend und Hohn weiterhin im Spiel. Beim 26:25 (55.) sah es so aus, als wäre die Heimmannschaft im Vorteil, doch „wir waren einfach zu unclever, denn jeder hat versucht, das Spiel allein zu entscheiden“, bemängelte Schmalfeld. Durch starke Paraden Norman Kochs und den entscheidenden Treffer von Matthias Koslowski entschied der TSV die Partie für sich.
Tabellarisch ergibt sich ein ungewohntes Bild. Alt Duvenstedt ist Vierter und damit vor der HSG, die Neunter ist. „Das ist mit 10:8 Punkten etwas schmeichelhaft und im Gegensatz zu anderen Mannschaften müssen wir noch gegen die Spitzenteams spielen. Aber es ist eine schöne Momentaufnahme, denn so haben wir ein Punktepolster“, freute sich Carstensen, während Hohns Trainer Thies Schmalfeld Tacheles redete: „In den nächsten Spielen gegen Hürup und St. Pauli fordere ich zwei Siege. Zur Weihnachtsfeier muss das Punktekonto ausgeglichen sein.“
Jan Haller
HSG Hohn/Elsdorf: Sa. Bendixen, Hansen – G. Petersen, Seehase, T. Petersen, Thöming (2), Asbahr (2), Oeltjen (2), Sv. Bendixen (3), Müller (4), Hohnsbehn (5/1), Gosch (8/3). TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Koch – Höpfner, Schrödter, Koslowski (1), Petersen (2), Frahm (3), Fröse (3), Schwarz (3), Voß (3), Palkus (4), Fischer (4), Eichstädt (6/4).

Alt Duvenstedter Freudentänze in der Werner-Kuhrt-Halle: Während die Gäste ihren Sieg feiern, verlässt Hohns Jörg Gosch (im Vordergrund) enttäuscht das Parkett.
Foto: hobke

Lücke genutzt: Alt Duvenstedts Marian Palkus setzt sich gegen die Hohner Sven Bendixen (re.) und Malte Asbahr durch.
Foto: hobke
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