Hallenzeitung 18.11.2011
Rückblick: HSG Hohn / Elsdorf - TSV Alt Duvenstedt 26:29 (15:14)
Ein kleines Schmankerl vorweg: vor zwei Jahren ging die Partie in der Hohner Halle mit genau dem gleichen Endergebnis aus…Damals war es noch Jonas Fischer, der einen Goldenen Tag erwischt hatte – und ihm sollte es zu verdanken sein, dass wir seit langer Zeit wieder in Hohn punkten konnten. Das Jahr darauf war gegen die Truppe um Spielmacher Jörg Gosch nichts zu holen – eine Klatsche beförderte uns in die Kabine.
Doch das alles ist schon fast Geschichte. Wir konnten am Freitagabend mit voller Mannschaft auflaufen, die Urlauber waren wieder an Bord. Einzig Ruben fehlte noch mit seiner Verletzung, die wohl noch weitere Zeit in Anspruch nehmen wird.
Nils Petersen sollte in die Bresche springen. Dazu aber später mehr. Wir hatten uns vorgenommen, die Hauptakteure Ulf Thöming und Jörg Gosch an die „kurze Leine“ zu nehmen – das allerdings nicht sprichwörtlich, sondern vielmehr mit der entsprechenden Einstellung und Vorbereitung in der Abwehr. Das gelang uns aber so gar nicht. Die beiden genannten konnten schalten und walten wie sie wollten und erzielten Tor um Tor. Vorne gelang uns zumeist nicht so ganz das, was wir uns vorgenommen hatten. Positiv für uns: Ulf bekam bereits relativ zeitig seine zweite Zeitstrafe aufgebrummt, womit er in der Abwehr fehlte. Zudem durfte Eike Möller (Rot-Sperre) nicht mitwirken, was uns ebenfalls leicht in die Karten spielte. Vorne dann wieder das leidige Thema: Chancenverwertung. Nicht, dass uns diverse Aktionen von den zum Teil unsicheren Schiedsrichtern abgepfiffen wurden (das aber auf beiden Seiten) – das Tor wollte sich mal wieder nicht treffen lassen.
Irgendwie ging es den Hohnern aber auch so, sodass der Spielstand zur Halbzeit nur eine Sprache sprach: Derby! Keine Mannschaft konnte sich absetzen – es sei denn eine Ein-Tor-Führung seitens der Gastgeber zählt schon als absetzen.
In der Halbzeit gab es nicht viel zu sagen – da die eben angesprochene Tatsache uns zuversichtlich stimmte, dass die Punkte gar nicht so hoch hingen, wie wir uns das vorgestellt hatten.
Die zweite Hälfte sollte uns aber das Gegenteil beweisen. Auf einmal waren die Gastgeber auf drei Tore weg. Das lag nicht zuletzt daran, dass unsere Torhüter nicht den besten Tag hatten. Doch dann kam, nicht zuletzt durch Nils in der Abwehr, die Wende. Tor um Tor gelang uns das, was in Neumünster schon viele für unmöglich gehalten hätten. Aus den vielen Einzelspielern wächst allmählich ein Team zusammen, das nicht sofort die Köpfe hängen lässt.
Vorne waren es unsere „Stats-Player“, Matze und Strahl, die uns in den entscheidenden Situationen die Tore warfen, wobei Eichi in Phase zwei als souverän auftretender Spielmacher ebenfalls erwähnt werden muss.
Dass dann noch Normen im Tor zwei wichtige Bälle – davon einen Siebenmeter – zwei Minuten vor Schluss hält, ist mehr als nur Makulatur.
Uns hat der Sieg gegen Hohn gezeigt, dass wir mit dem richtigen Biss und einer aufrechten Konzentration eine Menge erreichen können. Mal sehen, ob uns das heute gegen die Kociok-Mannen ebenfalls gelingt.
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