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shz.de / Landeszeitung 28.11.2011



Kleinigkeiten entscheiden über Duvenstedter Pleite in Flensburg


flensburg

Nach vier Siegen in Folge musste der TSV Alt Duvenstedt bei der SG Flensburg-Handewitt II wieder mal eine Niederlage einstecken. In einem sehr intensiv geführten Spiel gaben zwei Schwächephasen der Gäste den Ausschlag, dass die SG am Ende mit 37:34 (17:14) triumphierte. In der Tabelle der Handball-Oberliga der Männer bleibt der TSV mit 12:10 Punkten dennoch auf Platz vier.

Alt Duvenstedts Trainer Thomas Carstensen gab den Schiedsrichtern Laß/Schütze (Eckernförde/Kropp) eine Mitschuld an der Niederlage. „Sie haben zwar auf beiden Seiten schlecht gepfiffen, aber das interessiert mich als Trainer der unterlegenen Mannschaft nach Schlusspfiff herzlich wenig“, grollte der Coach, der sich mit unzähligen Entscheidungen nicht einverstanden zeigte. Vor allem mit der Regelauslegung am Kreis ging Carstensen nicht d’accord mit den Unparteiischen. „Sie haben bei Matthias Koslowski oft zu früh abgepfiffen und uns so den Vorteil genommen“, schimpfte der Trainer. Carstensen sagt aber auch: „Ich weiß nicht, ob es mit anderen Schiedsrichtern zu einem Punktgewinn hätte reichen können. Die SG hat wirklich stark gespielt.“

Nach einer ausgeglichen Anfangsphase zogen die Gastgeber von 9:9 auf 13:9 weg. Es waren Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachten. Sofern die TSV-Spieler vorne ein, zwei Dinger verwarfen, nutzte das technisch hervorragend ausgebildete Junior-Team der SG die Fehler konsequent aus. Die jungen Wilden von der deutsch-dänischen Grenze – der älteste SG-Spieler ist 24 Jahre alt – hielten das Tempo permanent hoch. Carstensen: „Nach 20 Minuten wurden unsere Beine langsam müde.“ Beim Stand von 17:14 für die Flensburger wechselten die Teams die Seiten.

Der TSV nutzte die Pause, um Kraft zu tanken. Danach lief es besser. Beim 22:21 schnupperten die Alt Duvenstedter Morgenluft. Keeper Norman Koch hatte mit seinen Paraden daran großen Anteil. Dann eine Schlüsselszene: Der bis dahin gute Mathias Fischer (7 Tore) erwischte seinen Gegenspieler im Gesicht. Die Schiedsrichter zogen nach dieser Aktion die Rote Karte. Carstensen: „Kann man wohl geben, muss man aber nicht.“

Die Gäste reagierten geschockt, die SG baute die Führung bis auf 26:22 aus. Zwar verkürzte der TSV nochmal auf 36:34, doch die SG schaukelte die Führung über die Zeit. Carstensen: „Wir haben gut gespielt, hätten aber am oberen Limit spielen müssen, um zu gewinnen.“

bc


TSV Alt Duvenstedt: Koch (1.- 45.), Klapdor (ab 45.) – Frahm (3), Fröse (2), Eichstädt (9/6), Palkus (2), Schwarz (4/1), Fischer (7), Höpfner (3/1), Koslowski (1), Petersen (1), Schroedter (2), Voß.



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