shz.de / Landeszeitung 15.12.2011
Alt Duvenstedt zieht mühelos in die nächste Pokalrunde ein – Owschlag II verzichtet
Rendsburg
Pflicht erfüllt: Die Oberliga-Handballer des TSV Alt Duvenstedt haben den Einzug in die 4. Runde des HVSH-Pokals problemlos perfekt gemacht. Beim Landesliga-Fünften HSG Horst/Kiebitzreihe gewann die Truppe von Trainer Thomas Carstensen am Dienstagabend leicht und locker mit 31:22 (16:9). Jetzt sind es nur noch zwei Siege und der TSV ist beim „Final Four-Turnier“ dabei. „Wichtig ist, dass wir eine Runde weiter gekommen sind und dass sich keiner verletzt hat“, bilanzierte Carstensen.
Horst/Kiebitzreihe – TSV Alt Duvenstedt
22:31 (9:16)
Wie erwartet konnte der Außenseiter dem Oberliga-Vierten in keinster Weise das Wasser reichen. Schon nach wenigen Minuten führten die Alt Duvenstedter mit 8:3 – ohne dass sich die Carstensen-Mannen großartig anstrengten. Der Coach ließ die Spieler auf die Platte, die im bisherigen Saisonverlauf nicht so viele Einsatzzeiten bei ihm bekommen haben. Kreisläufer Matthias Koslowski und Mittelmann Tristan Schroedter durften viel spielen. „Beide haben ihre Sache sehr gut gemacht“, lobte Carstensen.
Der Trainer nutzte die Partie ohnehin für einige Experimente. Unter anderem ließ er in der Abwehr über weite Strecken mit einer extrem offensiven 3:2:1-Formation decken. Carstensen: „Wir konnten viel ausprobieren. Das Spiel hat mir einige Erkenntnisse gebracht.“
Zur Pause lag der TSV mit 16:9 vorne. In der zweiten Halbzeit brannte nichts mehr an. Der TSV spielte seinen Stiefel herunter. Über die Zwischenstände 22:13 und 26:18 fuhren die Gäste einen völlig ungefährdeten 31:22-Pokalsieg ein.
Carstensen hatte nicht viel zu meckern. Er fand nur ein winziges Haar in der Suppe. „Ich habe mich nur ein wenig darüber geärgert, dass wir uns dem Tempo des Gegners angepasst haben. Hätten wir Oberliga-Tempo an den Tag gelegt, hätten wir noch höher gewonnen“, meinte der TSV-Coach. Doch das Ergebnis ist im Pokal bekanntlich zweitrangig. Wichtig ist nur, dass der TSV eine Runde weiter ist.
bc
TSV Alt Duvenstedt: Koch (1.- 30.), Klapdor (ab 31.) - Frahm, Fröse (8), Eichstädt (2/1), Palkus, Schwarz (6), Fischer (5), Höpfner (4/3), Koslowski (4), Schroedter (2).
Heute Abend ermitteln die HSG Hamdorf/Breiholz und die SG Wift den letzten Teilnehmer für das Achtelfinale der Männer. Anwurf in der Hamdorfer Sporthalle ist um 20 Uhr. Ebenfalls heute hätte auch der TSV Owschlag II in der 3. Runde der Frauen beim Mitkonkurrenten der Schleswig-Holstein-Liga SG Oeversee/Jarplund-Weding II antreten sollen. Doch die Owschlager Reserve verzichtet auf das Pokalspiel. „Unsere personelle Lage ist so schlecht, dass wir nur sechs Spielerinnen beim Training hatten. Unter diesen Umständen haben wir uns entschlossen, nicht anzutreten“, sagte Trainer Sönke Marxen.
hsg hamdorf/Breiholz – SG Wift (heute, 20 Uhr)
Das Landesliga-Schlusslicht ist gegen den Oberliga-Achten klarer Außenseiter. „Für uns ist das Pokalspiel nur in der Hinsicht wichtig, als dass wir eine Möglichkeit haben, unsere Mannschaft auf die kommenden Aufgaben weiter zusammenzuführen“, sagt HSG-Betreuer Sönke Kolb, der nicht mit einer Überraschung gegen den zwei Klassen höher spielenden Gast rechnet. In der Punktserie hat die HSG Hamdorf/Breiholz gegen die SG Wift II gespielt und mit 26:29 verloren. „Und der Oberligist ist noch um einiges stärker einzuschätzen. Für uns kann es nur darum gehen, sich so gut wie möglich aus der Affäre zu ziehen.“ Selbst das Heimrecht dürfte der HSG in der „Hamdorfer Hölle“ gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner wenig helfen.
bel
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