shz.de / Landeszeitung 29.12.2011
TSV ist die Nummer eins im Kreis
Handball-Oberliga der Männer: Alt Duvenstedt ist mit dem neuen Trainer Thomas Carstensen auf einem sehr guten Weg
Alt Duvenstedt
Ein halbes Jahr ist Thomas Carstensen (42) nun Trainer beim Handball-Oberligisten TSV Alt Duvenstedt. Jetzt in der Weihnachtspause hat er endlich Muße dazu, seine Amtszeit Revue passieren zu lassen. Sein Halbzeitfazit fällt überaus positiv aus: Es waren richtig erfolgreiche sechs Monate. „Wir haben unser Etappenziel erreicht. Weil wir konstant unsere Leistung abrufen konnten, haben wir uns von der breiten Masse in der Tabelle abgesetzt“, bilanziert Carstensen.
Der Coach überwintert mit seinem Team auf Platz vier – in Lauerstellung hinter dem Spitzentrio. Satte 16 Pluspunkte haben die TSV-Spieler in 13 Begegnungen gesammelt. Die Carstensen-Truppe ist die Nummer eins im Kreis Rendsburg-Eckernförde. „Das kann von mir aus bis zum Saisonende so bleiben“, findet Kapitän Christian Eichstädt (32).
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Unter Carstensens Federführung haben die Alt Duvenstedter Handballer spielerisch einen Schritt nach vorne gemacht. Einen großen Anteil hat eben jener Eichstädt, der seine neunte Saison im TSV-Trikot bestreitet. Der Routinier hat das Spiel verstanden, wie Handball-Experten so schön zu sagen pflegen. Eichstädt zeichnet sich sowohl als Torschütze (69 Treffer), als auch als Ruhepol aus. Der Mittelmann beruhigt das Spiel, falls seine Teamkameraden in Hektik verfallen. Was er ansagt, wird gemacht. Davon profitieren vor allem seine Nebenleute im Rückraum, Mathias Fischer (65) und Sascha Schwarz (71), die zu den Top-Torjägern des TSV gehören. Dass die Alt Duvenstedter eine so formidable Hinrunde hingelegt haben, ist aber auch ein Verdienst der Neuen. Knappes Fazit von Thomas Carstensen: „Alle haben eingeschlagen.“
Thomas Höpfner, eigentlich gelernter Mittelmann, hat eine „sehr solide“ (O-Ton Carstensen) Halbsaison auf Linksaußen gespielt. Tristan Schroedter ergänzt sich hervorragend mit Christian Eichstädt auf der Mitte-Position. Zudem ermöglicht Schroedter seinem Trainer, eine andere Abwehrformation zu spielen, als die gewohnte defensive 6:0-Variante der Alt Duvenstedter. Als Indianer in der 5:1 zerstörte Schroedter so manches Angriffsspiel des Gegners. Carstensen: „Die 5:1 hat uns einige Punkte gebracht.“
Zudem sorgt Matthias Koslowski mit seiner Art Handball zu spielen für ein neues Element in der TSV-Offensive. Der stämmige Kreisläufer steht vorne wie ein Fels in der Brandung. Wenn Koslowski den Ball hat, ist er meist nicht zu stoppen. Wirft er kein Tor, pfeift der Schiedsrichter Siebenmeter. Last but not least ist da Nils Petersen: Der Mann aus dem Perspektivkader hat die Lücke nahtlos geschlossen, die durch die Verletzung von Ruben Hagge im Mittelblock entstanden war. Zusammengefasst: Thomas Carstensen bereut seine Entscheidung nicht, beim TSV angeheuert zu haben. Für die kommende Saison hat der Coach bereits zugesagt. „Der TSV ist ein sehr gut geführter Verein mit einem hervorragenden Ruf“, so Carstensen.
Am Dienstag, 10. Januar, geht es für den TSV gleich mit einem Lokalderby weiter. Dann kommt es in der 4. Runde im HVSH-Pokal zum Nachbarschaftsduell mit der HSG Hohn/Elsdorf. Anpfiff in Hohn ist um 20 Uhr.
bc

Vollauf überzeugen konnte Alt Duvenstedt Nils Petersen, der aus dem Perspektivkader zur Liga-Mannschaft gestoßen ist.
Foto: müller
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