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shz.de / Landeszeitung 16.01.2012



Carstensen sauer: Alt Duvenstedt gibt sich zu früh geschlagen


alt duvenstedt

Noch ist das Jahr 2012 nicht das des TSV Alt Duvenstedt. Erst die Pokalpleite in Hohn, jetzt eine klare Niederlage zum Rückrunden-Start in der Handball-Oberliga. Wobei die TSV-Männer nicht gegen irgendwelche Stümper verloren haben, sondern gegen Titelkandidat Dithmarschen LH vor 250 lautstarken Fans in der Pahlener Eiderlandhalle. 27:34 (14:17) musste sich die Mannschaft von Trainer Thomas Carstensen geschlagen geben.

Den Coach wurmt vor allem die zweite Halbzeit, in der sein Team die Niederlage augenscheinlich akzeptiert hatte. Kämpferisch hatte sich Carstensen wesentlich mehr von seinen Spielern erhofft. Dementsprechend enttäuscht präsentierte er sich nach Schlusspfiff und ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht: „Die zweite Hälfte war eine Katastrophe. Wir waren pomadig, haben etliche technische Fehler produziert. Das war mit die schlechteste Saisonleistung. Wir hatten keine Chance zu gewinnen.“

Nur bis zum 8:8 konnte der TSV das Spiel ausgeglichen gestalten. Danach führten die Hausherren permanent bis zum Schlusspfiff. Die Gäste kassierten viel zu viele Tore im Tempogegenstoß. Dithmarschens Malte Pieper zeichnete sich hierbei besonders aus. Im gebundenen Spiel überragte in erster Linie Andre Hennings. Der Routinier löste immer wieder von der Mitte-Position an den Kreis auf. Damit kamen die TSV-Spieler überhaupt nicht zurecht. Auch das Torwart-Duell entschieden die Gastgeber klar für sich. Jan Carstens hatte am Ende die meisten Glanzparaden auf dem Konto. Beim TSV erreichte so gut wie kein Spieler Normalform. Carstensen machte keine Ausnahme. Lediglich Linksaußen Tim Frahm zeigte mit fünf Toren noch eine manierliche Vorstellung. „Mannschaftlich haben wir aber einfach zu wenig auf die Platte gebracht“, befand der Coach.

In der anstehenden Woche will Carstensen das Erlebte mit seinem Team aufarbeiten. „Man darf gegen Dithmarschen verlieren, aber nicht so. Wir haben nicht bis zum Schluss alles gegeben“, so der Trainer, der von Platz vier immer auf das schaut, was hinter dem TSV in der Tabelle passiert: „Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen. Die Teams von unten gewinnen auch. Gegen Hamburg-Nord müssen wir jetzt gewinnen.“

lz

TSV Alt Duvenstedt: Koch (1.- 20., 31.- 50.), Klapdor (20.- 30., ab 50.) - Frahm (5), Fröse (2), Eichstädt (7/4), Palkus (2), Schwarz (1), Fischer (5), Höpfner (1), Koslowski (2), Schroedter, Hagge, Petersen, Voß (2).



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