shz.de / Landeszeitung 23.01.2012
28:27 – Alt Duvenstedt macht es unnötig spannend
Oberliga HH/SH, Männer: Trainer Thomas Carstensen erlebt beim 28:27 eine Achterbahnfahrt der Gefühle
Alt Duvenstedt
Durchatmen beim TSV Alt Duvenstedt: Die Mannschaft von Trainer Thomas Carstensen hat ihr erstes Spiel im neuen Jahr in der Handball-Oberliga der Männer gewonnen. In eigener Halle bezwang der TSV die SG Hamburg-Nord in einer von beiden Seiten nervös geführten Partie mit 28:27 (13:13). Carstensen zog ein gemischtes Fazit: „Einerseits bin ich froh, dass wir gewonnen haben. Allerdings haben wir es unnötig spannend gemacht. Darüber müssen wir reden. Wir waren von zwei schwachen Teams das bessere.“
Der TSV fand unter dem Eindruck der zwei Pleiten zu Jahresbeginn gegen Hohn/Elsdorf im Pokal und in der Liga gegen Dithmarschen nie zu dem konstant guten Spiel, das die Mannschaft über weite Strecken in der Hinrunde ausgezeichnet hatte. Carstensen beschrieb den Spielverlauf gegen Hamburg als Achterbahnfahrt der Gefühle. Mal klappte einige Minuten lang im Angriff alles, mal nichts. Tops und Flops wechselten sich in schöner Regelmäßigkeit ab. Carstensen war genervt. Mit etwas mehr Konstanz hätte sein Team, das ohne Kreisläufer Matthias Koslowski auskommen musste, schon in der ersten Hälfte für klarere Verhältnisse sorgen können. So aber sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie. Keine Mannschaft konnte sich absetzen.
In der Pause mahnte Carstensen seine Spieler, die Bälle nicht einfach wegzuschenken. Offenbar fanden seine Worte Gehör. Die ersten zwölf Minuten nach Wiederanpfiff gehörten den Hausherren. Der TSV legte ein 21:17 vor, bis wieder der Schlendrian einkehrte und die SG auf 22:20 verkürzte. Bis zum Schlusspfiff blieb es spannend. Selbst eine 25:20-Führung brachte keine Sicherheit ins Alt Duvenstedter Spiel. Wieder roch der Gegner beim 25:24 Lunte, wieder zog der TSV das Tempo an und erhöhte auf 28:25. Aber noch immer war nichts entschieden. Das Heimteam sah sich nicht in der Lage, bis zum Abpfiff ein weiteres Tor nachzulegen. Fast hätte die SG noch den Ausgleich erzielt. Wenige Sekunden vor Ultimo spielten die Hamburger Kreisläufer Tobias Heimer blank, doch der vergab die Riesenchance zum Remis. Keeper Norman Koch parierte.
Carstensen gibt zu: „Klar haben wir am Ende Glück gehabt.“ Der Coach fand aber auch lobende Worte. Das Torwart-Duo Freddy Klapdor und Norman Koch sowie das Trio auf Außen Tim Frahm, Thomas Höpfner und Fabian Fröse habe eine gute Leistung gezeigt.
bc
TSV Alt Duvenstedt: Klapdor (1.-51.), Koch (ab 51.) – Frahm (2), Fröse (4), Eichstädt (3/1), Palkus (3), Schwarz (2), Fischer (8), Höpfner (2), Schroedter, Hagge, Petersen (2), Voß (2).

Auf dem Weg zum Tor: Alt Duvenstedts Rückraumspieler Matthias Fischer kann sich gegen die Hamburger Jan Finkelmeyer (links) und Lukas Leidreiter (re) durchsetzen.
Foto: müller
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