shz.de / Landeszeitung 17.01.2012
Owschlag weiter im Abstiegssumpf
Landesliga Männer: 22:35-Niederlage bei MTV Herzhorn II / Hohn/Elsdorfer Reserve stoppt Kieler MTV
Rendsburg
So richtig gut sieht es für die HSG Hamdorf/Breiholz und den TSV Owschlag in der Handball-Landesliga Mitte der Männer nicht mehr aus. Während Schlusslicht Hamdorf/Breiholz erwartungsgemäß beim Spitzenreiter Wellingdorfer TV mit 19:37 (8:19) unterlag, hatte sich der TSV Owschlag beim MTV Herzhorn II zumindest etwas ausgerechnet. Diese Rechnung ging aber beim 22:35 (12:16) nicht auf. Die Owschlager geraten im Kampf gegen den Abstieg immer tiefer in den Abstiegssumpf. Der Vorletzte SV Mönkeberg, der sich beim TSV Plön 23:22 durchsetzte, ist bis auf einen Punkt an die Owschlager herangekommen. Auch für den TSV Alt Duvenstedt II entpuppte sich der 13. Spieltag als Unglückstag. In eigener Halle wurde das Team von Hendrik Heinicke von der SG Wift II deutlich mit 18:32 (12:15) abserviert. Lediglich die HSG Hohn/Elsdorf II konnte an diesem Tag jubeln. Vom starken Aufsteiger Kieler MTV brachte Hohn/Elsdorf II einen 30:24 (14:13)-Sieg mit nach Hause.
Kieler MTV – HSG Hohn/Elsdorf II 24:30 (13:14)
„Es war so ein Spiel, dass das Herz eines Trainers höher schlagen lässt. Wir haben als Kollektiv gespielt und gewonnen“, freute sich HSG-Trainer Axel Timmermann darüber, dass alle Spieler an den Torerfolgen beteiligt waren. Vor der Pause verlief die Partie ausgeglichen. Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischte dann die HSG Hohn/Elsdorf II. Gestützt auf eine starke Torwartleistung setzte sich die HSG auf 19:13 ab. „Wir haben dann beim 18:19 die Aufholjagd des Kieler MTV abfangen können“, standen die letzten 15 Minuten laut Timmermann dann wieder ganz im Zeichen seiner Mannschaft. Die HSG Hohn/Elsdorf II setzte sich über 26:21 bis auf 30:24 ab.
Tore für die HSG Hohn/Elsdorf II: Kotowski (9/1), Buhmann (6/2), Kuhrt (4), Stolley (3), Thiel (3), Marco Schmidt (2), Grelcke, Struck und Bruhn (je 1).
TSV Alt Duvenstedt II – SG WIFT II 18:32 (12:15)
Auch wenn der TSV Alt Duvenstedt II schon in der ersten Halbzeit durchweg zurücklag, schien zumindest zur Pause beim 12:15 noch nicht alles verloren. „Wir haben aber schon in der ersten Halbzeit nicht richtig zusammengespielt. Unsere Torerfolge fielen durchweg durch Einzelaktionen“, hatte Duvenstedts Trainer Hendrik Heinicke einiges zu bemängeln. Zu diesem Zeitpunkt hatte er aber wohl noch nicht geahnt, dass es noch schlimmer kommen sollte. Sein Team verschlief den Start in den zweiten Spielabschnitt und fiel auf 13:22 zurück. „Wir haben das Handballspielen dann komplett aufgeben“, sprach Heinicke von „Resignation pur“. In den letzten 15 Minuten lief bei seinem Team dann überhaupt nichts mehr.
Tore für den TSV Alt Duvenstedt II: Dau (6), P. Hehn (5/2), T. Hehn (4/1), Bittrich, Menzel und Larsen (je 1).
Wellingdorfer TV – HSG Hamdorf/Breiholz
37:19 (19:8)
Das Schlusslicht musste ohne Björn Martensen und Robert Wichmann beim Spitzenreiter antreten. Dennoch wehrte sich die HSG tapfer, führte sogar 4:2 und konnte bis zum 6:8 die Partie offen halten. Was dann passierte, warf die HSG völlig aus dem Konzept. Erst erhielt Timo Röckendorf (15.) die Rote Karte, was das Aus für den Abwehrchef bedeutete. Und zu allem Überfluss musste auch noch Dennis Katzmann nach einer Rangelei (19.) zusammen mit dem Wellingdorfer Philipp Birke den Gang in die Kabine antreten. So waren die Hamdorfer ab der 20. Minute auch noch ihres einzigen Rückraumschützens beraubt. „Von da an war die Partie gelaufen“, beschwerte sich HSG-Betreuer Sönke Kolb über das unverhältnismäßige Einschreiten der Schiedsrichter. Der Spitzenreiter spielte in der Folgezeit seine Überlegenheit im Rückraum konsequent aus und setzte sich schon zur Pause auf 19:8 ab. Im zweiten Spielabschnitt hatte Hamdorf/Breiholz nichts mehr entgegenzusetzen.
Tore für die HSG Hamdorf/Breiholz: Reimers (6), Höppner (5), Höhling (3), Katzmann (2), Behmer und Thomas (je 1).
MTV Herzhorn II – TSV Owschlag
35:22 (16:12)
Bis zur Mitte der ersten Halbzeit konnte Owschlags Trainer Andreas Eckner noch hoffen, beide Punkte aus Herzhorn zu entführen. Sein Team führte mit 8:6 (16.). „Dann stellte der MTV Herzhorn seine Abwehr von 6:0 auf 5:1 um. Das hat uns völlig aus dem Rhythmus gebracht. Unser Rückraum wurde dadurch nahezu lahm gelegt“, musste Eckner mit ansehen, wie die Gastgeber bis zur Pause auf 16:12 wegzogen. Im zweiten Spielabschnitt bestrafte der MTV Herzhorn II, der mit einer jungen, überaus dynamischen Mannschaft angetreten war, postwendend jeden Fehler der Owschlager. „Im Gegensatz zu uns spielte Herzhorn nahezu fehlerlos“, gestand Eckner die Überlegenheit des Gastgebers neidlos ein, auch wenn die Niederlage seines Erachtens ein wenig zu deutlich ausfiel.
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Tore für den TSV Owschlag: Seemann (5/2), Pieper (4), Hentschel (4), Pautsch (2), Genz (2), Tauber, Spruner von Mertz, Lenßen, Lorenz (je 1), Heldt (1/1).
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